Multiprofessionelles Team: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Aufgabe des Multiprofessionellen Teams ===
Der [https://referenzrahmen-schulqualitaet.nrw.de Referenzrahmen Schulqualität NRW] erklärt professionelle Kooperation explizit als Qualitätsmerkmal wirksamer Schulen und schreibt sie insbesondere den Qualitätsbereichen ''Schulkultur'', ''Professionalität'' und ''Unterstützung und Förderung'' zu. Mit der Arbeit im Multiprofessionellen Team begegnen wir an der Gesamtschule Kevelaer einerseits der wachsenden Heterogenität unserer Schülerschaft und andererseits der stetig steigenden Komplexität schulischer Aufgaben.
Die enge und fest im Schulalltag verankerte Zusammenarbeit der unterschiedlichen am Schulleben beteiligten Professionen erleben wir als ausgesprochen gewinnbringend für den Bildungs- und Erziehungserfolg. Das Multiprofessionelle Team der Gesamtschule Kevelaer arbeitet abteilungsgebunden. Es setzt sich zusammen aus der Abteilungsleitung sowie der/ dem zuständigen Sonderpädagogin bzw. Sonderpädagogen und/ oder einer MPT-Kraft, einem Mitglied der Schulsozialarbeit sowie der Beratungslehrkraft. Je nach Bedarf werden punktuell z. B. pädagogische Fachkräfte aus dem Bereich Ganztag sowie weitere Expertinnen und Experten wie Therapeutinnen und Therapeuten oder Integrationskräfte eingeladen. Jede der genannten Professionen zeichnet sich durch eine spezifische fachliche Perspektive und Kompetenzen aus, die das gemeinsame Handeln bereichern. Alle Teilnehmenden eint dabei, dass sie eine gemeinsame pädagogische Haltung zeigen, immer im Wissen, dass es für ein gelingendes Miteinander im Team Offenheit, gegenseitige Wertschätzung und die Bereitschaft zur Perspektivübernahme braucht und Teamarbeit generell stets als Lernprozess verstanden werden muss. Im Blick auf die Schülerinnen und Schüler sind alle MPT-Mitglieder sich einig, dass diese in ihrer gesamten Persönlichkeit wahrgenommen und jeweils individuell unterstützt und gefördert werden sollen.
Wöchentlich (mit festem Termin im Stundenplan) kommen die Mitglieder der MPT-Teams der Abteilungen I (Jg. 5 + 6), Abteilung II (Jg. + 8) sowie Abteilung III (Jg. 9 + 10) für 45 - 60 Minuten zusammen. Im Fokus stehen in den Sitzungen insbesondere Team- und Fallbesprechungen, gemeinsame Förderplanungen sowie abgestimmte pädagogische Maßnahmen für einzelne Schülerinnen und Schüler oder Gruppen. Indem die MPT-Mitglieder unmittelbar im Gespräch miteinander sind und ihre Kompetenzen bündeln, können sie Förderbedarfen und Konfliktsituationen schnell begegnen. Im Weiteren können vereinbarte Unterstützungsmaßnahmen zeitnah, transparent und verlässlich im Kollegium wie gegenüber den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern und Erziehungsberechtigten kommuniziert werden, was innerhalb der Schule wesentlich zur Steigerung von Transparenz und Verlässlichkeit beiträgt und damit das Vertrauen in die schulische Arbeit fördert.


=== Falldarstellung im Professionellen Team ===
=== Falldarstellung im Professionellen Team ===

Aktuelle Version vom 3. Mai 2026, 12:37 Uhr

Aufgabe des Multiprofessionellen Teams

Der Referenzrahmen Schulqualität NRW erklärt professionelle Kooperation explizit als Qualitätsmerkmal wirksamer Schulen und schreibt sie insbesondere den Qualitätsbereichen Schulkultur, Professionalität und Unterstützung und Förderung zu. Mit der Arbeit im Multiprofessionellen Team begegnen wir an der Gesamtschule Kevelaer einerseits der wachsenden Heterogenität unserer Schülerschaft und andererseits der stetig steigenden Komplexität schulischer Aufgaben.

Die enge und fest im Schulalltag verankerte Zusammenarbeit der unterschiedlichen am Schulleben beteiligten Professionen erleben wir als ausgesprochen gewinnbringend für den Bildungs- und Erziehungserfolg. Das Multiprofessionelle Team der Gesamtschule Kevelaer arbeitet abteilungsgebunden. Es setzt sich zusammen aus der Abteilungsleitung sowie der/ dem zuständigen Sonderpädagogin bzw. Sonderpädagogen und/ oder einer MPT-Kraft, einem Mitglied der Schulsozialarbeit sowie der Beratungslehrkraft. Je nach Bedarf werden punktuell z. B. pädagogische Fachkräfte aus dem Bereich Ganztag sowie weitere Expertinnen und Experten wie Therapeutinnen und Therapeuten oder Integrationskräfte eingeladen. Jede der genannten Professionen zeichnet sich durch eine spezifische fachliche Perspektive und Kompetenzen aus, die das gemeinsame Handeln bereichern. Alle Teilnehmenden eint dabei, dass sie eine gemeinsame pädagogische Haltung zeigen, immer im Wissen, dass es für ein gelingendes Miteinander im Team Offenheit, gegenseitige Wertschätzung und die Bereitschaft zur Perspektivübernahme braucht und Teamarbeit generell stets als Lernprozess verstanden werden muss. Im Blick auf die Schülerinnen und Schüler sind alle MPT-Mitglieder sich einig, dass diese in ihrer gesamten Persönlichkeit wahrgenommen und jeweils individuell unterstützt und gefördert werden sollen.

Wöchentlich (mit festem Termin im Stundenplan) kommen die Mitglieder der MPT-Teams der Abteilungen I (Jg. 5 + 6), Abteilung II (Jg. + 8) sowie Abteilung III (Jg. 9 + 10) für 45 - 60 Minuten zusammen. Im Fokus stehen in den Sitzungen insbesondere Team- und Fallbesprechungen, gemeinsame Förderplanungen sowie abgestimmte pädagogische Maßnahmen für einzelne Schülerinnen und Schüler oder Gruppen. Indem die MPT-Mitglieder unmittelbar im Gespräch miteinander sind und ihre Kompetenzen bündeln, können sie Förderbedarfen und Konfliktsituationen schnell begegnen. Im Weiteren können vereinbarte Unterstützungsmaßnahmen zeitnah, transparent und verlässlich im Kollegium wie gegenüber den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern und Erziehungsberechtigten kommuniziert werden, was innerhalb der Schule wesentlich zur Steigerung von Transparenz und Verlässlichkeit beiträgt und damit das Vertrauen in die schulische Arbeit fördert.

Falldarstellung im Professionellen Team

Der Ablauf ist in 6 Abschnitte unterteilt:

1.     Falldarstellung

Auftraggeber stellen den Fall vor. Dabei beschreiben sie sowohl die aktuelle Situation als auch die vorausgegangene Entwicklung.

2.     Befragung

Das Team stellt ggf. Rückfragen zur Klärung des Sachverhaltes.

3.     Hypothesenbildung

Das Team entwickelt Hypothesen zu Beziehungsstrukturen, Pathologien, Entwicklungsstörungen etc. Auftraggeber hören nur zu und beteiligen sich nicht an der Diskussion (Reflecting Team).

4.     Stellungnahme der Auftraggeber

Auftraggeber dürfen mitteilen, welche Hypothesen passen, welche nicht, und was ihnen fehlt.

5.     Aufgabenverteilung

Die „to do“-Liste wird erstellt und die Zuständigkeit für die Bearbeitung der Aufgaben geklärt.

6.     Zielvereinbarung

Die Ergebnisse werden in einer schriftlichen oder mündlichen Zielvereinbarung festgehalten. Die Fallführung wird festgelegt.

Interventionen

Die Auftragnehmer führen die vereinbarten Maßnahmen durch. Bei mehreren Auftragnehmern ist eine enge Absprache notwendig.

Wiedervorlage/Abschluss

Die Auftragnehmer entscheiden darüber, ob der Fall ggf. erneut in einer KEB erörtert werden muss. Sie benachrichtigen das Team über ihre Entscheidung und ggf. auch über den Abschluss der Maßnahmen.