Kollegiale Erziehungsberatung und -planung (KEB): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Multiprofessionelles Team|<span style="color:white; font-weight:bold;">← Multiprofessioneles Team</span>]]
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Version vom 24. Mai 2026, 14:37 Uhr


🤝 Kollegiale Erziehungsberatung und -planung – gemeinsam klären, beraten und handeln

Die Kollegiale Erziehungsberatung und -planung, kurz KEB, unterstützt die pädagogische Arbeit an der Gesamtschule Kevelaer.

Sie hilft dabei, Beratungsanliegen strukturiert zu klären, unterschiedliche fachliche Perspektiven einzubeziehen und Unterstützungsmaßnahmen transparent zu planen.

Grundidee

An der Gesamtschule Kevelaer arbeiten Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit, sonderpädagogische Lehrkräfte und weitere schulische Fachkräfte in Beratungs- und Unterstützungsprozessen zusammen.

Die KEB wurde eingeführt, um Ressourcen zu bündeln, parallele Arbeitsaufträge zu vermeiden und Zuständigkeiten klarer und transparenter zu verteilen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Unterstützung für eine Schülerin oder einen Schüler, eine Lerngruppe oder eine pädagogische Situation hilfreich und umsetzbar ist.

Ablauf der KEB

Die Kollegiale Erziehungsberatung und -planung folgt einem strukturierten Ablauf. So können Beratungsanliegen geordnet aufgenommen, gemeinsam betrachtet und konkrete Maßnahmen festgelegt werden.

1. Aufnahme
Das Beratungsanliegen wird vorgestellt und organisatorisch eingeordnet.

2. Clearing
Die Situation wird gemeinsam betrachtet und aus verschiedenen Perspektiven geklärt.

3. Interventionen
Die vereinbarten Maßnahmen werden umgesetzt und abgestimmt.

4. Wiedervorlage oder Abschluss
Das Team entscheidet, ob eine erneute Beratung notwendig ist oder der Fall abgeschlossen werden kann.

Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach Anlass, Dringlichkeit und Unterstützungsbedarf.

Clearing im Detail

Das Clearing folgt einer festen Gesprächsstruktur. Dadurch bleibt die Beratung geordnet, transparent und lösungsorientiert.

1. Falldarstellung
Die aktuelle Situation und die bisherige Entwicklung werden vorgestellt.

2. Klärung
Das Team stellt Rückfragen und ergänzt wichtige Informationen.

3. Hypothesenbildung
Mögliche Erklärungen, Deutungen und Perspektiven werden gesammelt.

4. Rückmeldung
Die fallgebende Person ordnet ein, welche Überlegungen hilfreich sind.

5. Aufgabenverteilung
Nächste Schritte und Verantwortlichkeiten werden festgelegt.

6. Zielvereinbarung
Vereinbarungen und Fallführung werden schriftlich oder mündlich festgehalten.

Das Clearing schafft eine gemeinsame Grundlage für die weitere Bearbeitung des Beratungsanliegens.

Interventionen und Wiedervorlage

Nach dem Clearing werden die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt.

Die zuständigen Personen führen die verabredeten Schritte durch und stimmen sich bei Bedarf eng miteinander ab.

Anschließend wird entschieden, ob eine Wiedervorlage notwendig ist oder ob die Maßnahmen abgeschlossen werden können.

Zusammenhang mit dem Multiprofessionellen Team

Die KEB steht in engem Zusammenhang mit der Arbeit des Multiprofessionellen Teams.

Während das Multiprofessionelle Team die regelmäßige abteilungsbezogene Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen beschreibt, bietet die KEB eine strukturierte Form der Fallberatung und Maßnahmenplanung.

Beide Strukturen unterstützen eine abgestimmte pädagogische Begleitung von Schülerinnen und Schülern.

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