Kollegiale Erziehungsberatung und -planung (KEB): Unterschied zwischen den Versionen

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An unserer Schule haben sich die Beratungslehrkräfte der Sek. I und II, die Fachkräfte für Schulsozialarbeit und die sonderpädagogischen Lehrkräfte sowie weitere Lehrkräfte mit Spezialaufgaben im multiprofessionellen Beratungsteam vernetzt. In der Fallberatung haben wir festgestellt, dass Arbeitsaufträge parallel an verschiedene Fachkräfte erteilt worden sind. Um die Ressourcen zu bündeln und Arbeitsaufträge klar und transparent zu verteilen, haben wir das Konzept der '''Kollegialen Erziehungsberatung und -planung (KEB)''' eingeführt.
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==== Aufnahme ====
<!-- Banner später hier einfügen:
Jeder Fall, für den sich Lehrkräfte Unterstützung vom Beratungsteam wünschen, wird in einer KEB vorgestellt. Die Lehrkräfte (i. d. R. Klassenleitungen) nutzen zur Beauftragung den Auftragsschein. Eine Fachkraft für Schulsozialarbeit prüft formal die Zuständigkeit und beantragt die Ausplanung der beteiligten Lehrkräfte. Für die KEB steht ein fester Termin pro Woche zur Verfügung, die Teammitglieder sind freigestellt.
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==== Clearing ====
<div style="border:1px solid #d6dee5; border-radius:14px; padding:18px; background:#f8f9fa; margin:18px 0;">
Die KEB ist eine Mischung aus Intervision und Fachberatung. Der Ablauf ist in 6 Abschnitte unterteilt:


1.     Falldarstellung: Die Auftraggeber*innen stellen den Fall vor. Dabei beschreiben sie sowohl die aktuelle Situation als auch die vorrausgegangene Entwicklung.
<div style="font-size:1.15em; font-weight:bold; margin-bottom:10px;">
🤝 Kollegiale Erziehungsberatung und -planung – gemeinsam klären, beraten und handeln
</div>


2.     Befragung: Das Team stellt ggf. Rückfragen zur Klärung des Sachverhaltes.
<p style="margin-top:0;">
Die Kollegiale Erziehungsberatung und -planung, kurz KEB, unterstützt die pädagogische Arbeit an der Gesamtschule Kevelaer.
</p>


3.     Hypothesenbildung: Das Team entwickelt Hypothesen zu Beziehungsstrukturen, Pathologien, Entwicklungsstörungen etc.. Die Auftraggeber*innen hören nur zu und beteiligen sich nicht an der Diskussion (Reflecting Team).
<p style="margin-bottom:0;">
Sie hilft dabei, Beratungsanliegen strukturiert zu klären, unterschiedliche fachliche Perspektiven einzubeziehen und Unterstützungsmaßnahmen transparent zu planen.
</p>


4.     Stellungnahme der Auftraggeber*innen: Nun können die Auftraggeber*innen mitteilen, welche Hypothesen passen, welche nicht und was ihnen fehlt.
</div>


5.     Aufgabenverteilung: Die „to do“-Liste wird erstellt und die Zuständigkeit für die Bearbeitung der Aufgaben geklärt.
== Grundidee ==


6.     Zielvereinbarung: Die Ergebnisse werden in einer schriftlichen o. mündlichen Zielvereinbarung festgehalten. Rückmeldungen an die Abteilungsleitungen werden ggf. formuliert. Die Fallführung wird festgelegt.
<div style="border:1px solid #d6dee5; border-radius:14px; padding:18px; background:#f8f9fa; margin:18px 0;">


==== Interventionen ====
<p style="margin-top:0;">
Die Auftragnehmer*innen führen die vereinbarten Maßnahmen durch. Bei mehreren Auftragnehmern*innen ist eine enge Absprache notwendig.
An der Gesamtschule Kevelaer arbeiten Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit, sonderpädagogische Lehrkräfte und weitere schulische Fachkräfte in Beratungs- und Unterstützungsprozessen zusammen.
</p>


==== Wiedervorlage/Abschluss ====
<p>
Die Auftragnehmer*innen entscheiden darüber, ob der Fall ggf. erneut in einer KEB erörtert werden muss. Sie benachrichtigen das Team über ihre Entscheidung und ggf. auch über den Abschluss der Maßnahmen.
Die KEB wurde eingeführt, um Ressourcen zu bündeln, parallele Arbeitsaufträge zu vermeiden und Zuständigkeiten klarer und transparenter zu verteilen.
</p>
 
<p style="margin-bottom:0;">
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Unterstützung für eine Schülerin oder einen Schüler, eine Lerngruppe oder eine pädagogische Situation hilfreich und umsetzbar ist.
</p>
 
</div>
 
== Ablauf der KEB ==
 
<div style="border:1px solid #d6dee5; border-radius:14px; padding:18px; background:#f8f9fa; margin:18px 0;">
 
<p style="margin-top:0;">
Die Kollegiale Erziehungsberatung und -planung folgt einem strukturierten Ablauf. So können Beratungsanliegen geordnet aufgenommen, gemeinsam betrachtet und konkrete Maßnahmen festgelegt werden.
</p>
 
<div style="display:grid; grid-template-columns:repeat(auto-fit, minmax(220px, 1fr)); gap:10px; margin:16px 0;">
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>1. Aufnahme</strong><br>
Das Beratungsanliegen wird vorgestellt und organisatorisch eingeordnet.
</div>
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>2. Clearing</strong><br>
Die Situation wird gemeinsam betrachtet und aus verschiedenen Perspektiven geklärt.
</div>
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>3. Interventionen</strong><br>
Die vereinbarten Maßnahmen werden umgesetzt und abgestimmt.
</div>
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>4. Wiedervorlage oder Abschluss</strong><br>
Das Team entscheidet, ob eine erneute Beratung notwendig ist oder der Fall abgeschlossen werden kann.
</div>
 
</div>
 
<p style="margin-bottom:0;">
Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach Anlass, Dringlichkeit und Unterstützungsbedarf.
</p>
 
</div>
 
== Clearing im Detail ==
 
<div style="border:1px solid #d6dee5; border-radius:14px; padding:18px; background:#f8f9fa; margin:18px 0;">
 
<p style="margin-top:0;">
Das Clearing folgt einer festen Gesprächsstruktur. Dadurch bleibt die Beratung geordnet, transparent und lösungsorientiert.
</p>
 
<div style="display:grid; grid-template-columns:repeat(auto-fit, minmax(220px, 1fr)); gap:10px; margin:16px 0;">
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>1. Falldarstellung</strong><br>
Die aktuelle Situation und die bisherige Entwicklung werden vorgestellt.
</div>
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>2. Klärung</strong><br>
Das Team stellt Rückfragen und ergänzt wichtige Informationen.
</div>
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>3. Hypothesenbildung</strong><br>
Mögliche Erklärungen, Deutungen und Perspektiven werden gesammelt.
</div>
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>4. Rückmeldung</strong><br>
Die fallgebende Person ordnet ein, welche Überlegungen hilfreich sind.
</div>
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>5. Aufgabenverteilung</strong><br>
Nächste Schritte und Verantwortlichkeiten werden festgelegt.
</div>
 
<div style="border-left:4px solid #b7c9dd; padding:8px 10px; background:white; border-radius:8px;">
<strong>6. Zielvereinbarung</strong><br>
Vereinbarungen und Fallführung werden schriftlich oder mündlich festgehalten.
</div>
 
</div>
 
<p style="margin-bottom:0;">
Das Clearing schafft eine gemeinsame Grundlage für die weitere Bearbeitung des Beratungsanliegens.
</p>
 
</div>
 
== Interventionen und Wiedervorlage ==
 
<div style="border:1px solid #d6dee5; border-radius:14px; padding:18px; background:#f8f9fa; margin:18px 0;">
 
<p style="margin-top:0;">
Nach dem Clearing werden die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt.
</p>
 
<p>
Die zuständigen Personen führen die verabredeten Schritte durch und stimmen sich bei Bedarf eng miteinander ab.
</p>
 
<p style="margin-bottom:0;">
Anschließend wird entschieden, ob eine Wiedervorlage notwendig ist oder ob die Maßnahmen abgeschlossen werden können.
</p>
 
</div>
 
== Zusammenhang mit dem Multiprofessionellen Team ==
 
<div style="border:1px solid #d6dee5; border-radius:14px; padding:18px; background:#f8f9fa; margin:18px 0;">
 
<p style="margin-top:0;">
Die KEB steht in engem Zusammenhang mit der Arbeit des Multiprofessionellen Teams.
</p>
 
<p>
Während das Multiprofessionelle Team die regelmäßige abteilungsbezogene Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen beschreibt, bietet die KEB eine strukturierte Form der Fallberatung und Maßnahmenplanung.
</p>
 
<p style="margin-bottom:0;">
Beide Strukturen unterstützen eine abgestimmte pädagogische Begleitung von Schülerinnen und Schülern.
</p>
 
</div>
 
<div style="display:flex; gap:8px; flex-wrap:wrap; align-items:center; margin-top:25px; padding-top:15px; border-top:1px solid #d6dee5;">
 
<span style="background:#6c8fc7; padding:7px 12px; border-radius:8px; display:inline-block; white-space:nowrap;">
[[Multiprofessionelles Team|<span style="color:white; font-weight:bold;">← Multiprofessionelles Team</span>]]
</span>
 
<span style="background:#6c8fc7; padding:7px 12px; border-radius:8px; display:inline-block; white-space:nowrap;">
[[Portal_Unsere_Schule|<span style="color:white; font-weight:bold;">← Unsere Schule</span>]]
</span>
 
</div>
 
[[Kategorie:Schulprogramm]]
[[Kategorie:Förderung]]

Aktuelle Version vom 24. Mai 2026, 14:39 Uhr


🤝 Kollegiale Erziehungsberatung und -planung – gemeinsam klären, beraten und handeln

Die Kollegiale Erziehungsberatung und -planung, kurz KEB, unterstützt die pädagogische Arbeit an der Gesamtschule Kevelaer.

Sie hilft dabei, Beratungsanliegen strukturiert zu klären, unterschiedliche fachliche Perspektiven einzubeziehen und Unterstützungsmaßnahmen transparent zu planen.

Grundidee

An der Gesamtschule Kevelaer arbeiten Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit, sonderpädagogische Lehrkräfte und weitere schulische Fachkräfte in Beratungs- und Unterstützungsprozessen zusammen.

Die KEB wurde eingeführt, um Ressourcen zu bündeln, parallele Arbeitsaufträge zu vermeiden und Zuständigkeiten klarer und transparenter zu verteilen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Unterstützung für eine Schülerin oder einen Schüler, eine Lerngruppe oder eine pädagogische Situation hilfreich und umsetzbar ist.

Ablauf der KEB

Die Kollegiale Erziehungsberatung und -planung folgt einem strukturierten Ablauf. So können Beratungsanliegen geordnet aufgenommen, gemeinsam betrachtet und konkrete Maßnahmen festgelegt werden.

1. Aufnahme
Das Beratungsanliegen wird vorgestellt und organisatorisch eingeordnet.

2. Clearing
Die Situation wird gemeinsam betrachtet und aus verschiedenen Perspektiven geklärt.

3. Interventionen
Die vereinbarten Maßnahmen werden umgesetzt und abgestimmt.

4. Wiedervorlage oder Abschluss
Das Team entscheidet, ob eine erneute Beratung notwendig ist oder der Fall abgeschlossen werden kann.

Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach Anlass, Dringlichkeit und Unterstützungsbedarf.

Clearing im Detail

Das Clearing folgt einer festen Gesprächsstruktur. Dadurch bleibt die Beratung geordnet, transparent und lösungsorientiert.

1. Falldarstellung
Die aktuelle Situation und die bisherige Entwicklung werden vorgestellt.

2. Klärung
Das Team stellt Rückfragen und ergänzt wichtige Informationen.

3. Hypothesenbildung
Mögliche Erklärungen, Deutungen und Perspektiven werden gesammelt.

4. Rückmeldung
Die fallgebende Person ordnet ein, welche Überlegungen hilfreich sind.

5. Aufgabenverteilung
Nächste Schritte und Verantwortlichkeiten werden festgelegt.

6. Zielvereinbarung
Vereinbarungen und Fallführung werden schriftlich oder mündlich festgehalten.

Das Clearing schafft eine gemeinsame Grundlage für die weitere Bearbeitung des Beratungsanliegens.

Interventionen und Wiedervorlage

Nach dem Clearing werden die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt.

Die zuständigen Personen führen die verabredeten Schritte durch und stimmen sich bei Bedarf eng miteinander ab.

Anschließend wird entschieden, ob eine Wiedervorlage notwendig ist oder ob die Maßnahmen abgeschlossen werden können.

Zusammenhang mit dem Multiprofessionellen Team

Die KEB steht in engem Zusammenhang mit der Arbeit des Multiprofessionellen Teams.

Während das Multiprofessionelle Team die regelmäßige abteilungsbezogene Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen beschreibt, bietet die KEB eine strukturierte Form der Fallberatung und Maßnahmenplanung.

Beide Strukturen unterstützen eine abgestimmte pädagogische Begleitung von Schülerinnen und Schülern.

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