Auschwitz
🕯️ Gedenkfahrt nach Auschwitz
Die Gedenkfahrt nach Auschwitz ist ein freiwilliges Angebot für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe.
Sie ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Shoah und der Verantwortung für Erinnerungskultur, Demokratie und Menschenwürde.
Grundidee
Auschwitz steht als historischer Ort in besonderer Weise für die Verbrechen des Nationalsozialismus und den industriell organisierten Massenmord an Jüdinnen und Juden sowie an weiteren verfolgten Gruppen.
Die Gedenkfahrt bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich vor Ort mit Geschichte, individuellen Schicksalen, Formen der Erinnerung und der Bedeutung von Verantwortung in Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.
Die Fahrt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung, zur Demokratiebildung und zur Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit.
Zielgruppe und Teilnahme
Die Teilnahme an der Gedenkfahrt ist freiwillig und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe.
Interessierte Schülerinnen und Schüler setzen sich im Vorfeld mit ihrer Motivation zur Teilnahme auseinander.
Dabei können Fragen eine Rolle spielen wie: Warum möchte ich an der Gedenkfahrt teilnehmen? Welches Vorwissen bringe ich mit? Welche Fragen interessieren mich besonders? Wie kann ich meine Erfahrungen später mit der Schulgemeinschaft teilen?
Vorbereitung
Die Fahrt wird in der Schule vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit historischen Hintergründen, individuellen Biografien, Täter- und Opferperspektiven sowie Formen des Erinnerns auseinander.
Die Vorbereitung soll helfen, den Besuch der Gedenkstätte bewusst, respektvoll und reflektiert zu gestalten.
Mögliche thematische Schwerpunkte
- individuelle Schicksale
- Alltag der Häftlinge im Konzentrationslager
- Frauen und Kinder
- Sinti und Roma
- unterschiedliche Häftlingsgruppen und Kennzeichnungen
- SS-Täter und Lagerorganisation
- Häftlingshierarchien
- Strafen und Gewalt
- medizinische Versuche
- Organisation des Massenmordes
- Erinnerungskultur
- Umgang mit historischen Orten
- Antisemitismus und Rassismus heute
- Leugnung und Verharmlosung der Shoah
- Verantwortung in Gegenwart und Zukunft
Durchführung der Gedenkfahrt
Im Mittelpunkt der Fahrt steht der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.
Dazu können Führungen durch das Stammlager Auschwitz I und das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gehören.
Ergänzend können Workshops, Gesprächs- und Reflexionsphasen sowie die Auseinandersetzung mit dem Ort Oświęcim und seiner Geschichte Teil des Programms sein.
Reflexion und Nachbereitung
Die Erfahrungen der Gedenkfahrt werden im Anschluss reflektiert und nachbereitet.
Die Schülerinnen und Schüler können ihre Eindrücke, Fragen und Erkenntnisse in unterschiedlichen Formen aufarbeiten und der Schulgemeinschaft zugänglich machen.
So wird die Fahrt nicht nur als persönliche Lernerfahrung verstanden, sondern auch als Beitrag zur gemeinsamen Erinnerungskultur an der Gesamtschule Kevelaer.
Mögliche Präsentationsformen
Podcast, Videotagebuch oder kurze dokumentarische Beiträge.
Collagen, Fotos, Texte, Kunstprojekte oder Präsentationen im Schulgebäude.
eigene Texte, literarische Zugänge, Zitate, Kommentare oder persönliche Reflexionen.
Präsentation für Mitschülerinnen und Mitschüler, Eltern, Kollegium oder interessierte Gäste.
Bedeutung für die Schule
Die Gedenkfahrt nach Auschwitz ist ein wichtiger Baustein der historisch-politischen Bildung in der Oberstufe.
Sie stärkt die Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung, Verantwortung und demokratischem Handeln.
Damit unterstützt sie auch das schulische Engagement für eine Kultur des Hinsehens, der Menschenwürde und des respektvollen Zusammenlebens.
Verknüpfte Bereiche
Die Gedenkfahrt ist ein oberstufenbezogenes Projekt und wird im Bereich der Oberstufe verortet.
Die Fahrt leistet einen Beitrag zur historisch-politischen Bildung, Demokratiebildung und Erinnerungskultur.