Lernzeitenkonzept

Aus GEKV
Zur Navigation springen Zur Suche springen


📘 Überblick

Die Lernzeit ist eine fest im Stundenplan verankerte Übungs- und Arbeitsphase an der Gesamtschule Kevelaer.

Sie dient dazu, Lerninhalte aus Deutsch, Mathematik, Englisch oder weiteren Fächern selbstständig zu üben, zu wiederholen, zu vertiefen und zu sichern.

Die Lernzeiten unterstützen konzentriertes Arbeiten, Selbstständigkeit und eine bewusste Auseinandersetzung mit eigenen Lernaufgaben.

Ziel der Lernzeit

Die Lernzeit bietet Schülerinnen und Schülern einen verlässlichen Rahmen, um Aufgaben zu bearbeiten, Inhalte zu wiederholen und den eigenen Lernstand einzuschätzen.

Dabei geht es nicht nur darum, Aufgaben zu erledigen. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihre Arbeitszeit sinnvoll zu nutzen, Aufgaben zu planen, Ergebnisse zu kontrollieren und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.

Die Lernzeit ist damit ein wichtiger Baustein verbindlicher Lernstrukturen und individueller Förderung.

Ablauf einer Lernzeitstunde

Eine Lernzeitstunde folgt einem ritualisierten Ablauf. Dieser Ablauf hilft den Schülerinnen und Schülern, sich zu orientieren, konzentriert zu arbeiten und die eigene Lernzeit auszuwerten.

1. Orientierung und Zielklärung

Zu Beginn prüfen die Schülerinnen und Schüler, welche Aufgaben für die Lernzeit anstehen, und legen im Lernzeitplaner fest, woran sie arbeiten möchten.

In den Jahrgängen 5 bis 7 nutzen sie dafür vor allem die Lernzeittafel im Klassen- bzw. Fachraum. Ab Jahrgang 8 können Aufgaben ergänzend digital eingesehen werden, wenn sie dort von der Fachlehrkraft bereitgestellt wurden. Die Nutzung digitaler Endgeräte erfolgt nur nach Absprache mit der betreuenden Lehrkraft.

2. Konzentrierte Stillarbeit

In der ersten Arbeitsphase arbeiten die Schülerinnen und Schüler leise, selbstständig und mit ihren eigenen Materialien.

Sie versuchen zunächst, sich selbst mit den Aufgaben auseinanderzusetzen. Bei Bedarf können sie die betreuende Lehrkraft um Hilfe bitten. Partnerarbeit oder Nachfragen bei Mitschülerinnen und Mitschülern erfolgen in dieser Phase nur nach ausdrücklicher Absprache.

3. Weiterarbeit oder Austausch nach Absprache

In der weiteren Arbeitsphase kann die betreuende Lehrkraft je nach Lerngruppe, Arbeitsstand und Aufgabenform Formen der Zusammenarbeit zulassen.

Möglich sind zum Beispiel ein kurzer Abgleich, gegenseitige Unterstützung oder die Weiterarbeit an vorbereitenden und wiederholenden Aufgaben. Voraussetzung ist, dass die Arbeitsatmosphäre ruhig und zielgerichtet bleibt.

4. Selbsteinschätzung und Rückmeldung

Am Ende der Lernzeit schätzen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit im Lernzeitplaner ein.

Die betreuende Lehrkraft kann eine kurze Rückmeldung zum Arbeitsverhalten, zur Anstrengungsbereitschaft oder zur Zielerreichung geben. Anschließend wird der Arbeitsplatz aufgeräumt.

Die konkrete Gestaltung der Lernzeit richtet sich nach der Lerngruppe, den Aufgaben und den Absprachen mit der betreuenden Lehrkraft.

Geeignete Lernzeitaufgaben

Geeignete Lernzeitaufgaben sind Aufgaben, die selbstständig, konzentriert und nachvollziehbar bearbeitet werden können.

  • Übungs- und Wiederholungsaufgaben aus dem Unterricht,
  • Aufgaben zur Festigung fachlicher Grundlagen,
  • das Fertigstellen oder Überarbeiten begonnener Aufgaben,
  • die Vorbereitung auf kommenden Unterricht,
  • die Selbstkontrolle und Verbesserung bearbeiteter Aufgaben.

Mündliche Lernformen oder Partnerarbeit erfolgen nur dann, wenn sie zur Aufgabe passen und von der betreuenden Lehrkraft zugelassen werden.

Lernzeitplaner und Dokumentation

Der Lernzeitplaner unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Lernzeit zu planen und zu reflektieren.

Vor der Lernzeit halten sie fest, für welches Fach sie arbeiten möchten und welches Ziel sie sich setzen. Nach der Lernzeit schätzen sie ein, wie sie gearbeitet haben und ob sie ihr Ziel erreicht haben.

Alle in der Lernzeit bearbeiteten Aufgaben werden im Heft eindeutig gekennzeichnet. Als Überschrift wird dafür jeweils „Lernzeitaufgabe“ notiert.

Die Lernzeitplaner werden geordnet aufbewahrt und können von den Klassenleitungen bzw. Fachlehrkräften eingesehen werden.

Der Lernzeitplaner bildet den aktuellen Arbeitsstand der Lernzeiten ab und wird bei Bedarf angepasst.

Selbstkontrolle und Rückmeldung

Ein wichtiger Bestandteil der Lernzeit ist die Selbstkontrolle.

Nach Abschluss einer Aufgabe überprüfen die Schülerinnen und Schüler ihre Lösungen selbstständig, verbessern Fehler und machen Lernfortschritte sichtbar.

Die Rückmeldung der betreuenden Lehrkraft und die Selbsteinschätzung im Lernzeitplaner unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, ihr Arbeitsverhalten und ihre Zielerreichung zu reflektieren.

Einordnung im Schulprogramm

Lernzeiten gehören zu den verbindlichen Lernstrukturen der Gesamtschule Kevelaer.

Sie stehen in engem Zusammenhang mit Förderung, selbstständigem Lernen und der Begleitung individueller Lernprozesse.

Die bestehenden Lernzeiten werden im Rahmen der schulischen Entwicklungsarbeit regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.


← Förderung

← Verbindliche Lernstrukturen