Multiprofessionelles Team
🤝 Multiprofessionelles Team – gemeinsam beraten, unterstützen und handeln
Das Multiprofessionelle Team der Gesamtschule Kevelaer unterstützt die pädagogische Arbeit in den Abteilungen und bündelt unterschiedliche fachliche Perspektiven.
Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler in ihrer gesamten Persönlichkeit wahrzunehmen, Unterstützungsbedarfe frühzeitig zu erkennen und abgestimmte pädagogische Maßnahmen verlässlich zu planen.
Grundidee
Professionelle Kooperation ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal wirksamer schulischer Arbeit. Der Referenzrahmen Schulqualität NRW ordnet professionelle Zusammenarbeit unter anderem den Bereichen Schulkultur, Professionalität sowie Unterstützung und Förderung zu.
Mit der Arbeit im Multiprofessionellen Team begegnet die Gesamtschule Kevelaer der wachsenden Heterogenität der Schülerschaft und der zunehmenden Komplexität schulischer Aufgaben.
Die enge Zusammenarbeit verschiedener Professionen unterstützt den Bildungs- und Erziehungserfolg und trägt dazu bei, pädagogische Entscheidungen transparent, abgestimmt und verlässlich zu treffen.
Zusammensetzung
Das Multiprofessionelle Team arbeitet abteilungsgebunden.
Zum Team gehören in der Regel die Abteilungsleitung, die zuständige sonderpädagogische Lehrkraft beziehungsweise MPT-Kraft, ein Mitglied der Schulsozialarbeit sowie die Beratungslehrkraft der Abteilung.
Je nach Anlass können weitere Personen punktuell einbezogen werden, zum Beispiel pädagogische Fachkräfte aus dem Ganztag, Integrationskräfte oder externe Fachstellen.
Die Abteilungsleitung bringt die Perspektive der jeweiligen Jahrgänge und schulorganisatorische Rahmenbedingungen ein.
Sonderpädagogische Lehrkräfte und MPT-Kräfte unterstützen bei Förderplanung, Diagnostik, Beratung und pädagogischer Begleitung.
Die Schulsozialarbeit ergänzt die pädagogische Arbeit durch sozialpädagogische Beratung, Unterstützung und Projektarbeit.
Die Beratungslehrkraft unterstützt bei schulischen, persönlichen und pädagogischen Fragestellungen innerhalb der Abteilung.
Arbeitsweise
Die MPT-Teams der Abteilungen I, II und III kommen regelmäßig zu festen Terminen zusammen.
- Abteilung I: Jahrgänge 5 und 6
- Abteilung II: Jahrgänge 7 und 8
- Abteilung III: Jahrgänge 9 und 10
Im Mittelpunkt stehen Team- und Fallbesprechungen, gemeinsame Förderplanungen sowie abgestimmte pädagogische Maßnahmen für einzelne Schülerinnen und Schüler oder Gruppen.
Durch den direkten Austausch können Förderbedarfe, Konfliktsituationen und Unterstützungsmaßnahmen zeitnah beraten und im Kollegium sowie gegenüber Schülerinnen und Schülern und Erziehungsberechtigten transparent kommuniziert werden.
Pädagogische Haltung
Die Arbeit im Multiprofessionellen Team basiert auf Offenheit, gegenseitiger Wertschätzung und der Bereitschaft zur Perspektivübernahme.
Jede Profession bringt eigene fachliche Kompetenzen und Blickwinkel ein. Diese unterschiedlichen Perspektiven bereichern die gemeinsame Beratung und unterstützen abgestimmtes pädagogisches Handeln.
Im Mittelpunkt steht dabei die einzelne Schülerin oder der einzelne Schüler mit den jeweiligen Stärken, Unterstützungsbedarfen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Falldarstellung im Multiprofessionellen Team
Fallbesprechungen im Multiprofessionellen Team folgen einem strukturierten Ablauf.
Die Struktur hilft dabei, Situationen differenziert zu betrachten, verschiedene Perspektiven einzubeziehen und konkrete nächste Schritte zu vereinbaren.
Die fallgebende Person stellt die aktuelle Situation sowie die vorausgegangene Entwicklung dar.
Das Team stellt Rückfragen, um den Sachverhalt besser zu verstehen und wichtige Informationen zu ergänzen.
Das Team entwickelt mögliche Erklärungsansätze, Deutungen und Perspektiven. Die fallgebende Person hört in dieser Phase zunächst zu.
Die fallgebende Person nimmt Stellung dazu, welche Überlegungen hilfreich erscheinen, welche nicht passen und welche Aspekte noch fehlen.
Das Team erstellt eine To-do-Liste und klärt, wer welche Aufgaben übernimmt.
Die Ergebnisse werden in einer schriftlichen oder mündlichen Zielvereinbarung festgehalten. Außerdem wird die Fallführung geklärt.
Die vereinbarten Maßnahmen werden umgesetzt. Bei mehreren beteiligten Personen ist eine enge Absprache notwendig.
Das Team entscheidet, ob der Fall erneut beraten werden soll oder ob die Maßnahmen abgeschlossen werden können.
Zusammenhang mit KEB
Die strukturierte Fallberatung steht in engem Zusammenhang mit der kollegialen Erziehungsberatung und -planung.
Sie unterstützt eine gemeinsame Sicht auf pädagogische Fragestellungen und hilft, Maßnahmen verbindlich zu planen und zu überprüfen.