Inklusives Schulprogramm
🤝 Inklusives Schulprogramm – gemeinsam lernen, individuell fördern, Teilhabe ermöglichen
Das inklusive Schulprogramm bündelt Grundsätze, Strukturen und Entwicklungsbereiche der inklusiven Arbeit an der Gesamtschule Kevelaer.
Die Inhalte werden fortlaufend weiterentwickelt und an aktuelle schulische Rahmenbedingungen, Unterstützungsbedarfe und pädagogische Konzepte angepasst.
Grundidee
Inklusive Schulentwicklung bedeutet, Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Stärken, Unterstützungsbedarfen und Lebenssituationen gemeinsam in den Blick zu nehmen.
Ziel ist es, Teilhabe am schulischen Leben zu ermöglichen, individuelle Lernwege zu unterstützen und eine Lernumgebung zu gestalten, in der Vielfalt als selbstverständlicher Bestandteil der Schulgemeinschaft verstanden wird.
Inklusion betrifft dabei nicht nur einzelne Maßnahmen, sondern die Weiterentwicklung von Unterricht, Beratung, Förderung, Kommunikation, Schulorganisation und Zusammenarbeit.
Schwerpunkte inklusiver Schulentwicklung
Eine inklusive Schule lebt von einer gemeinsamen pädagogischen Haltung.
- wertschätzender Umgang mit Vielfalt
- gemeinsames Lernen in heterogenen Lerngruppen
- Stärkung von Teilhabe und Selbstvertrauen
- Verankerung inklusiver Perspektiven in schulischen Konzepten
Inklusive Arbeit benötigt verlässliche organisatorische und kommunikative Strukturen.
- transparente Absprachen in Lerngruppen und Teams
- sinnvoller Einsatz vorhandener personeller und sächlicher Ressourcen
- Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben
- Gestaltung von Übergängen und schulischen Laufbahnen
Individuelle Förderung ist ein zentraler Bestandteil inklusiver Schulentwicklung.
- Wahrnehmung individueller Lernvoraussetzungen
- passende Fördermaßnahmen im Unterricht und darüber hinaus
- Abstimmung von Lern- und Entwicklungszielen
- regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der Förderung
Beratung unterstützt Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte bei schulischen, pädagogischen und persönlichen Fragen.
- Beratung von Schülerinnen und Schülern
- Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten
- Absprachen mit Klassenleitungen und Fachlehrkräften
- Einbindung weiterer schulischer Unterstützungsstrukturen
Sonderpädagogische Förderplanung
Für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung wird ein individueller Förderplan erstellt.
Der Förderplan begleitet die Schülerin oder den Schüler über die Schulzeit hinweg und wird regelmäßig überprüft, fortgeschrieben und bei Bedarf angepasst.
Die Förderplanung beschreibt Entwicklungsbereiche, Lernstände, Förderziele, Maßnahmen und Formen der Evaluation. Sie erfolgt in gemeinsamer Verantwortung von sonderpädagogischer Lehrkraft und Klassenleitung sowie in Abstimmung mit weiteren beteiligten Lehrkräften.
- Formulierung konkreter Förderziele
- Beschreibung passender Maßnahmen
- Orientierung an Entwicklungsbereichen und Unterrichtsfächern
- Berücksichtigung des jeweiligen Bildungsgangs
- regelmäßige Überprüfung der Zielerreichung
Förderziele sollen möglichst konkret und überprüfbar formuliert werden.
- spezifisch
- messbar
- akzeptiert
- realistisch
- terminiert
- Überprüfung der Zielerreichung
- Dokumentation von Entwicklungsschritten
- Anpassung von Förderzielen und Maßnahmen
- Einbindung von Rückmeldungen aus Unterricht, Beratung und Teamarbeit
Leistung, Nachteilsausgleich und Teilhabe
Inklusive Förderung berücksichtigt auch Fragen der Leistungsbeobachtung, Leistungsbewertung und Teilhabe.
Bei Bedarf werden Nachteilsausgleiche, Hilfsmittel oder besondere Unterstützungsmaßnahmen abgestimmt und dokumentiert.
Ziel ist es, faire Lern- und Leistungsbedingungen zu schaffen und zugleich die individuellen Lernwege der Schülerinnen und Schüler angemessen zu berücksichtigen.
Unterrichtsentwicklung und gemeinsames Lernen
- Berücksichtigung heterogener Lernvoraussetzungen
- Differenzierung im Unterricht
- angepasste Lern- und Unterstützungsangebote
- Stärkung selbstständigen und kooperativen Lernens
- Förderung sozialer Kompetenzen
- Stärkung eines respektvollen Miteinanders
- Berücksichtigung individueller Voraussetzungen
- Verbindung von Prävention, Beratung und pädagogischer Begleitung
- digitale Unterstützungsmöglichkeiten im Unterricht
- Berücksichtigung individueller Hilfsmittel
- Förderung von Medienkompetenz
- Verknüpfung mit schulischen Medien- und Förderkonzepten
Multiprofessionelle Zusammenarbeit
Inklusive Arbeit gelingt durch die Zusammenarbeit verschiedener Professionen.
Klassenleitungen, Fachlehrkräfte, sonderpädagogische Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Beratungslehrkräfte, Schulleitung und weitere Beteiligte stimmen sich je nach Situation und Unterstützungsbedarf miteinander ab.
Diese Zusammenarbeit unterstützt die pädagogische Begleitung, Förderplanung, Beratung, Elternarbeit und die Gestaltung passender Lernbedingungen.
Übergänge, Berufsorientierung und Netzwerkarbeit
Inklusive Schulentwicklung umfasst auch die Gestaltung von Übergängen und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern.
Dazu gehören Übergänge innerhalb der Schule, der Übergang in die Sekundarstufe II, die Berufs- und Studienorientierung sowie Kontakte zu Beratungsstellen, Unterstützungssystemen und weiteren Netzwerkpartnern.
Ziel ist es, Brüche in Bildungsbiografien möglichst zu vermeiden und Schülerinnen und Schüler beim Aufbau realistischer Anschluss- und Zukunftsperspektiven zu unterstützen.
Fortbildung, Kommunikation und Weiterentwicklung
Inklusive Fragestellungen werden in der schulischen Fortbildungsplanung berücksichtigt und bei Bedarf weiterentwickelt.
- Grundlagenwissen zu inklusiver Förderung
- sonderpädagogische Fragestellungen
- Umgang mit Heterogenität
- Kompetenztransfer im Kollegium
Verlässliche Kommunikation ist eine zentrale Grundlage inklusiver Arbeit.
- Absprachen in Klassen- und Jahrgangsteams
- Kommunikation mit Eltern und Erziehungsberechtigten
- Weitergabe relevanter Informationen an beteiligte Lehrkräfte
- regelmäßige Reflexion schulischer Abläufe
Weiterentwicklung und Evaluation
Das inklusive Schulprogramm wird fortlaufend weiterentwickelt.
Dabei werden Erfahrungen aus Unterricht, Beratung, Teamarbeit, Förderplanung und schulischen Entwicklungsprozessen genutzt, um Strukturen zu überprüfen und anzupassen.
Die Seite wird bei Vorliegen aktueller Materialien, Beschlüsse oder Konzepte entsprechend ergänzt und präzisiert.