Konsequenzenmodell

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⚖️ Konsequenzenmodell – Orientierung geben, Verantwortung stärken, Unterricht schützen

Das Konsequenzenmodell der Gesamtschule Kevelaer bietet einen verbindlichen Handlungsrahmen für den Umgang mit Unterrichtsstörungen, Regelverstößen und respektlosem Verhalten.

Ziel ist es, ein respektvolles Miteinander, eine konzentrierte Lernatmosphäre und verlässliche pädagogische Abläufe zu unterstützen.

Grundidee

Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen und die Folgen ihres Handelns zu reflektieren.

Das Konsequenzenmodell unterstützt Lehrkräfte dabei, auf störendes oder regelwidriges Verhalten transparent, nachvollziehbar und abgestimmt zu reagieren.

Dabei geht es nicht allein um Konsequenzen, sondern auch um pädagogische Klärung, Reflexion, Wiedergutmachung und die Wiederherstellung einer lernförderlichen Atmosphäre.

Mögliche Maßnahmen

💬 Mündliche Ermahnung

Eine mündliche Ermahnung macht deutlich, dass ein Verhalten störend oder regelwidrig ist und verändert werden muss.

🟨 Gelbe Karte

Die gelbe Karte dient als deutliche Rückmeldung und Warnung, wenn störendes Verhalten trotz Ermahnung anhält.

🟥 Rote Karte

Die rote Karte markiert eine weitere Eskalationsstufe und macht eine verbindliche pädagogische Reaktion notwendig.

📘 Logbucheintrag

Ein Logbucheintrag informiert Eltern oder Erziehungsberechtigte schriftlich über das Verhalten und die getroffene Maßnahme.

📝 Nacharbeiten

Nicht bearbeitete Lerninhalte können nachgearbeitet werden. Die Aufgaben werden durch Fachlehrkräfte oder Klassenleitungen bereitgestellt.

📋 Stufenplaneintrag

Ein Eintrag in den Stufenplan dokumentiert wiederholtes Fehlverhalten und führt bei Erreichen bestimmter Stufen zu verbindlichen Gesprächen.

Digitale Regelverstöße und iPad-Regeln

Auch Verstöße gegen die iPad-Regeln oder gegen Vereinbarungen zur Nutzung digitaler Geräte können je nach Situation im Rahmen des schulischen Konsequenzenmodells aufgegriffen werden.

Dazu gehören zum Beispiel eine Nutzung entgegen der Arbeitsaufträge, Ablenkung, missbräuchliche Nutzung, der Umgang mit unangemessenen Inhalten oder Verstöße gegen Persönlichkeitsrechte.

Je nach Art und Schwere des Vorfalls entscheidet die Lehrkraft situationsangemessen über die unmittelbare Reaktion und bezieht bei Bedarf die Klassenleitung, die zuständige Abteilungsleitung, das IT-Team oder weitere schulische Stellen ein.

Trainingsraum

Bei besonders gravierendem oder wiederholtem Fehlverhalten kann der Trainingsraum genutzt werden.

Dort steht die Reflexion des eigenen Verhaltens im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler setzen sich damit auseinander, was geschehen ist, welche Auswirkungen das Verhalten hatte und wie sie zukünftig anders handeln können.

Ein Besuch des Trainingsraums wird dokumentiert und ist mit einer schriftlichen Information der Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten verbunden.

Der Stufenplan

Der Stufenplan ist im Logbuch abgedruckt und wird regelmäßig durch die Klassenleitungen kontrolliert.

Wenn eine bestimmte Stufe erreicht wird, findet ein Stufenplangespräch statt. Dabei werden das Verhalten, mögliche Ursachen, notwendige Veränderungen und verbindliche nächste Schritte besprochen.

Bei jedem Stufenplangespräch wird eine Vereinbarung getroffen oder eine Konsequenz festgelegt. Die Ergebnisse werden dokumentiert und den Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten schriftlich mitgeteilt.

Stufe 1

Nach vier Einträgen in den Stufenplan findet ein Gespräch mit der Schülerin oder dem Schüler, der Klassenleitung sowie einer Fachlehrkraft statt.

Stufe 2

Nach insgesamt acht Einträgen findet ein Gespräch mit der Schülerin oder dem Schüler, der Klassenleitung, den Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten sowie der Abteilungsleitung statt.

Stufe 3

Nach insgesamt zwölf Einträgen findet ein Gespräch mit der Schülerin oder dem Schüler, der Klassenleitung, den Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten sowie der Schulleitung statt.

Weitere Maßnahmen

Wenn nach Erreichen der dritten Stufe weitere Einträge folgen oder das Fehlverhalten besonders schwerwiegend ist, können weitere pädagogische Maßnahmen oder Ordnungsmaßnahmen notwendig werden.

In solchen Fällen wird geprüft, welche nächsten Schritte angemessen sind und ob eine Teilkonferenz einberufen werden muss.

Dokumentation und Kommunikation

Dokumentation und transparente Kommunikation sind wichtige Bestandteile des Konsequenzenmodells.

  • Dokumentation im Logbuch
  • zusätzliche digitale Dokumentation in WebUntis
  • schriftliche Information der Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten
  • Dokumentation von Trainingsraumbesuchen
  • Vereinbarungen in Stufenplangesprächen
  • Ablage relevanter Mitteilungen in der Schülerakte

Zur besseren Nachvollziehbarkeit werden relevante Einträge zusätzlich zum Logbuch auch digital in WebUntis dokumentiert. Die Dokumentation erfolgt schülerbezogen, damit Entwicklungen, Absprachen und weitere pädagogische Schritte gezielt nachvollzogen werden können.

Je nach Anlass können dabei unterschiedliche Eintragsarten genutzt werden, zum Beispiel:

  • Arbeitsverhalten
  • Klassenbucheintrag
  • Ohne Hausaufgaben
  • Stufenplan

So können Maßnahmen nachvollzogen, Absprachen überprüft und weitere pädagogische Schritte gezielt geplant werden.

Evaluation und Weiterentwicklung

Das Konsequenzenmodell wird bei Bedarf überprüft und weiterentwickelt.

  • Rückmeldungen aus Kollegium, Klassenleitungen und Abteilungen
  • Auswertung von Erfahrungen mit den Maßnahmen
  • Überprüfung der Dokumentation und Kommunikation
  • Weiterentwicklung von Vorlagen für Elterninformationen und Stufenplangespräche
  • Anpassung an schulische Abläufe und aktuelle Bedarfe

Ziel ist ein transparentes, verlässliches und pädagogisch angemessenes Vorgehen im Umgang mit Regelverstößen und Unterrichtsstörungen.

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